Gefühlswelt
Kapitel 1 - Don´t say Goodbye - Jaejoong POV (J.)

„Warum, Hyung? Warum müssen wir das tun?“ Jaejoong konnte es kaum ertragen seinem jungen Freund in die rehbraunen, großen Augen zu schauen, in denen sich der ganze Schmerz der letzten Tage spiegelt. Er war ratlos und fühlte sich schuldig. Schuldig, weil er in seiner Pflicht als Beschützer und Ältester versagt hat. Schuldig, weil er seine Familie im Stich lassen hat. Doch am meisten schuldig fühlt er sich, weil er Changmin mit in diese Sache gezogen hatte. Die Augen des Jüngeren füllten sich mit Tränen. Leise flüsterte der Jüngere: „Ich will sie nicht verlassen. Hyung, sie sind immer noch unsere Familie!!“ Jaejoong seufzt: „ Ich weiß doch, Min…. Aber wir können nicht bei ihnen bleiben. Wir sind nicht mehr wir selbst!“ Verzweifelt umfasst der Brauhaarige seine Hand und hielt sie wie ein Rettungsanger fest. Schweigend schaute der Älter aus den Fenster des Flugzeugs. Am liebest würde er die Ereignisse der letzten Wochen vergessen. Aber vor allen die der letzten Tag.

„DU WILLST WAS?!“, entsetzt schauten ihn die anderen drei Bandmitglieder an. „Ich werde Dong Bang Shin Ki verlassen.“ Mit diesem Satz zerbrach nicht nur Jaejoongs Welt, sondern auch die seiner drei Freunde, Junsu, der süße Witzbold, Yuhno, der Leader und Vater der Gruppe und Yoochun, der Sanfte. Doch er musste noch einen Schritt weiter gehen. Er würde mit dem nächsten Satz die Welt seiner Freunde,… nein seiner Familie, die er gerade in Scherben zerbrochen hatte, vernichten. Ein heftiger Schmerz machte sich in seinem Herz breit. „Und Changmin wird mit mir kommen.“ Junsu zog erschrocken die Luft ein. „NEIN, NEIN, NEIN!! Jaejoong, was soll das???“ Tränen standen dem sonst so fröhlichen Junsu in den Augen. In diesen Moment fing Jaejoong an sich zu hassen. Er sah die Ungläubigkeit in den Augen der anderen Jungen. Changmin, der bis jetzt noch keinen Ton von sich gegeben hatte, schluchzte leise auf. Er versuchte stark zu sein, stark nur für ihn. Jaejoong. Er war an allen Schuld. Daran, das es ihre kleine, aber doch glückliche Familie zerriss, daran, dass Changmin jetzt so war wie er. Er hatte es nicht gewollt. Nie hätte er gewollt das der Mangae (koreanisch: Nesthäkchen) mit in die Sache gezogen wurde. Und doch ist es passiert. Der Vorfall hatte im schmerzlich gezeigt, dass seine geliebte Familie nicht sicher war, solange er bei ihnen war. „Warum???“ Das zarte flüstern von Yoochun war kaum zuhören. „Warum willst gerade du uns verlassen?“ Man könnte hören wie er versuchte seine Tränen zurückzuhalten. Jaejoong fühlte sich elend, doch nach außen hin, hatte sein er eine ausdruckslose Gesichtsmaske aufgesetzt. Mit fester, kalter Stimme sagte er: „ Ich kann das einfach nicht mehr. Ich kann euch nicht mehr sehen. Ich kann nicht mehr hören wie ihr lacht oder wie ihr redet.“ Gequält schrie Junsu auf. Jaejoong wollte nicht mehr, er konnte es fast nicht ertragen, wie viel Leid er Junsu antat. Zum ersten mal seit Jaejoong seinen Ausstieg verkündet hatte, meldete sich Yunho zu Wort. „Es muss einen anderen Grund geben. Verdammt noch mal, Jae!! Ich bin dein bester Freund. Wir sind deine Familie. Warum willst du gehen?? So bist du nicht! Du bist unser Beschützer, der Älteste,…Du bist der, der sich immer um uns alle gesorgt hat, der für uns da war wenn es uns schlecht ging… Du BIST… unsere Mutter.“ Jaejoong konnte nichts widern. Er war nach diesen Worten so bemüht seine Maske aufrecht zuhalten, dass er nicht antworten konnte. Jedes einzelne Wort schnitt ihm tief in sein Herz. Changmin rettet Jaejoong, der schon fast versucht war, doch bei seiner Familie zubleiben. „Wir werden gehen! Haltet uns nicht auf! Macht es euch nicht so schwer! Vergesst uns!“ Der Jüngste der Truppe war doch am stärksten. Jaejoong war seinem Kleinen unendlich dankbar. Mit einem Aufschrei warf sich Junsu in die Arme von Changmin. Er umarmte den Brauhaarigen so fest er konnte. Changmin blieb stock steif stehen. „ Ich lasse dich nicht gehen! Keinen von euch!“ Junsu weinte wie ein Wasserfall. Noch nie hatte Jaejoong Junsu so verzweifelt gesehen. Er musste es beenden. Jetzt sofort. Wenn es so weiter ging, schafften die drei noch ihn umzustimmen. Doch er musste sie verlassen. Damit sie leben konnte, damit sie…. Damit sie sie selbst blieben. Er hat schon zugelassen, dass Changmin so ein Monster wie er wurde. Er würde es nicht zulassen, dass die anderen das gleich Schicksal erreichte. Langsam ging er auf Junsu zu, zog ihn kräftig von Changmin weg. Junsu wurde nach hinten geschleudert und knallte gegen die Wand. Langsam rutschte er an ihr runter und brach weinend zusammen. Sofort war Yoochun bei ihm. Er legte seinen Arm um seinen Bruder. Selbst weinend, versucht er Junsu zu beruhigen. Yuhno sah Jaejoong entsetzt an. Jaejoong konnte es selbst kaum glauben, was er getan hatte. Er musste hier raus. Er konnte es nicht mehr ertragen. Schnell packte der Schwarzhaarige die Hand von Changmin und zog diesen mit nach draußen. Er wollte weg, weit weg von hier. Er wollte alles nur vergessen.

„Hyung!!!“ Changmins Stimme riss den Schwarzhaarigen aus seinen düsteren Gedanken. „Du musst dich anschnallen. Wir landen gleich.“ Besorgt sah der Jüngere den Älteren an. Also Jaejoong den Blick des Brauhaarigen auf sich spürte, schwor er sich eins. Er würde nie wieder zulassen, das Changmin was passiert. Nie wieder. Dieses Mal würde er seine Familie nicht verletzten. Dann Changmin war der einzige, den er noch hatte.
11.2.12 23:18
 


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